Archiv der Kategorie: Allgemein

Teil 2: Wie kann ich den Zeitaufwand beim 3D-Drucken eingrenzen?

  • Die richtigen Parameter auswählen: Die Druckgeschwindigkeit, die Layerhöhe und der Infill (Dichte des 3D-Drucks) bestimmen die Dauer des 3D-Drucks. Mit steigender Druckgeschwindigkeit und Layerhöhe sinkt der Qualität und Detailtreue des Modells. Hierbei muss individuell ein Kompromiss zwischen Qualität und Druckgeschwindigkeit getroffen werden. Gleiches gilt für die Einstellung des Infills; Mit 10% Dichte kann die Druckdauer deutlich gesenkt werden, jedoch sinkt mit der Dichte auch die Stabilität des 3D-Drucks. Wird der 3D-Druck nicht mechanisch belastet reicht eine Dichte von 10%, soll das Bauteil aber eine technische Funktion erfüllen, beispielsweise als Halterung, muss die Dichte entsprechend erhöht werden, oder sogar 100% betragen.
  • Drucker mit Lüfter upgraden: Wenn man sich den CTC 3D-Drucker holt ist man sich bewusst dass man viel Arbeit in den 3D-Drucker stecken muss, bis man die gewünschten Ergebnisse erzielt. Zu den wichtigsten Updates gehören die Lüfter, diese sorgen nicht nur für ein besseres Ergebnis, sondern mit Hilfe der Lüfter kann die Druckgeschwindigkeit zudem erhöht werden ohne dass der 3D-Druck zu viel leidet.

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Teil 1: 3D-Druck ist ein sehr, sehr zeitaufwendiges Hobby

Man könnte argumentieren dass jedes Hobby zeitaufwendig ist, jedoch möchte ich hier noch einmal unterstreichen warum es so zeitaufwendig ist (Teil 1) und wie man den Zeitaufwand etwas eingrenzen kann (Teil 2).

Warum ist der 3D-Druck so zeitaufwendig?

Bevor ich mir überlegt hatte einen 3D-Drucker anzuschaffen, war mir bewusst dass der Druckvorgang seine Zeit braucht, jedoch war mir nicht bewusst dass alle Arbeiten vor und nach dem Druckvorgang gleichermaßen zeitaufwendig sind.

Bevor man drucken kann muss man die Druckfläche vorbereitet werden (Klebeband ausbessern, Fläche säubern). Dann muss die Druckplatte kalibriert werden. Die Druckplatte sowie der Extruder müssen vorheizen. Die Stl-Datei muss geladen und platziert werden. Die Druckparameter müssen eingestellt und angepasst werden. Dann muss der Slicer den Druck vorbereiten und die G-Code generieren.

Anschließend folgt erst der eigentliche Druckvorgang, jedoch können während dem Druck Probleme auftreten, sodass der Druck abgebrochen und neugestartet werden muss. Die Probleme und richtigen Lösungen müssen gefunden werden (Parameter ändern, Modell anpassen, Filament Wechsel, Kalibrierung). Dieser Vorgang wiederholt sich dann so lange bis der Druck das gewünschte Ergebnis liefert. Dies kann Minuten oder Stunden dauern und der Erfolg ist nicht immer garantiert.

2015-04-14 22.06.00

 

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3. Update: NASA CHAMP Challenge: Gewinner stehen fest

Nachdem ich viel Zeit und Arbeit in mein Konzept investiert hatte, war ich sehr enttäuscht von der Auswahl der „Finalisten“  (Die Seite von den „Finalisten“ kann leider nicht mehr abgerufen werden) und die „Bewertungen“ waren mehr als dürfig. Viele der Finalisten hatten meiner Meinung nach die gleichen Prinzipien und  konnten Grundlegende Anforderungen nicht erfüllen.

Champ-X2

Die Gewinner der Challenge waren aber auch unter meinen Favoriten. Leider konnte mein Konzept sich nicht durchsetzen, jedoch wurden viele meiner Kritikpunkte an anderen Konzepten von NASA berücksichtigt.

Bis zur nächsten Challenge 😉

 

4.2 Umbau CTC Drucker: 120 mm Gehäuse Lüfter und Halterung

Wie bereits im Blog Beitrag „Bei PLA doch eine Kühlung notwendig?“ beschrieben, ist für das saubere Drucken mit PLA eine Kühlung bzw. ein Lüfter notwendig. Der kleine Tischventilator als Lüfter sollte keine Dauerlösung sein und durch ein 120 mm Gehäuse Lüfter ersetzt werden.

2015-01-25 20.59.13

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2. Update: NASA CHAMP Challenge: Konstruktion ist fertig und veröffentlicht

Nachdem ich zwei Wochen meine 3D-Druck Freizeit in die NASA CHAMP Challenge investiert habe, widme ich mich jetzt wieder dem Blog und beschreibe kurz meinen Vorgang für die Challenge.

Im ersten Schritt habe ich die Anforderungsliste aufgestellt und habe dann sofort angefangen meine Ideen auf Papier zu bringen:

2015-02-14 12.05.53

Nach den Skizzen wurde das Ganze mit Creo konstruiert und erste „Prototypen“ gedruckt:

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Diese wurden dann mit der Zeit angepasst und verbessert. Nach über 10 Prototypen war ich soweit zufrieden dass ich meine „Klemme“ auf Grabcad veröffentlicht habe.

Mein Eintrag mit allen Infos bei Gradcad.com: Project Rigel CHAMP

Project Rigel CHAMP

 

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1. Update: Meine 3D-Druck Konstruktion für die ISS: NASA CHAMP Challenge

Nachdem Gestern ein Update mit weiteren Informationen gepostet wurde und einige Fragen in den Kommentaren beantwortet wurden habe ich die Anforderungsliste angepasst (F: Forderung /W: Wunsch):

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Meine 3D-Druck Konstruktion für die ISS: NASA CHAMP Challenge

Obwohl diese Aufgabe für mich als blutiger 3D-Druck Anfänger (noch) zu kompliziert ist, wollte ich diese aber kurz vorstellen.

Kurz gesagt: die Aufgabe ist es eine Klemme zu konstruieren.

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Die NASA und GRABCAD haben einen Wettbewerb gestartet, in dem es darum geht eine Klemme zu konstruieren. Jeder kann einen eigene Konstruktion auf GRABCAD veröffentlichen und dann wird eine Jury die 3 beste Konstruktionen bestimmen. Diese Klemme soll dann auf der ISS auf dem FDM 3D-Drucker gedruckt werden und hoffentlich auch zum Einsatz kommen.

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Film Tipp: Print the Legend

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Mein erster Filmtipp ist die Netflix Dokumentation Print the Legend. Verschiedene 3D-Drucker Hersteller Startups werden mit der Kamera begleitet und auch das Thema von 3D gedruckten Waffen wird natürlich nicht vergessen.

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Filament laden, 3D-Drucker kalibrieren und Software (ReplicatorG) installieren

Heute habe ich einiges zusammengefasst weil eigentlich alle detaillierten Anleitungen im Internet zu finden sind.

Für das Laden des Filaments habe ich mich an der Replicator Anleitung orientiert, das Röhrchen ist nicht weiter an dem Extruderkopf fixiert sondern wird durch den Vorschub des Filaments in Position gehalten. Auf der Hinterseite gestaltet sich das leider etwas anders weil hier das Röhrchen nicht richtig fixiert ist, wird dann während des Druckens nach unten gezogen und kann dann blockieren.

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Man kann aber das Röhrchen beispielsweise mit Klebeband fixieren. Das ist aber nur eine zwischen Lösung, eine gedruckte Abhilfe ist schon in Konstruktion 😉

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Was ist 3d-print-ingenieur.org?

Hauptsächlich ist die Seite ein Blog, der meinen Werdegang,  Erfahrungen, Probleme, Lösungen rund um das Thema 3D-Drucker beschreibt.

Am Anfang fokussiere ich mich auf den FDM (Fused Deposition Modeling) 3D-Drucker, bei dem das Werkstück schichtweise aus schmelzfähigem Kunststoff aufgebaut wird. Es handelt sich hierbei um den kostengünstigsten 3D-Drucker für den Hausgebrauch.

Bis auf zwei Tage, während denen ich mit dem Makerbot Replicator gearbeitet hatte, bin ich im Umgang mit 3D-Druckern ein kompletter Anfänger. Während dieser zwei Tage habe ich fast nur Objekte von Thingiverse gedruckt und es waren fast ausschließlich Figuren oder Dinge ohne Funktion.  Mir war bekannt, dass hochauflösende und sehr teure Industrie 3D-Drucker im Maschinenbau eingesetzt werden, sodass sich mir die Frage stellte, ob man nicht auch mit „günstigen“  3D-Druckern nützliche und funktionelle Teile herstellen kann. Dabei gehe ich absichtlich nicht genauer darauf ein, um welche gedruckten Teile es sich dabei handelt, weil ich versuche, diese Frage aus der Sicht eines Ingenieurs (bzw. Ingenieurstudenten) mit der Zeit auf meinem Blog zu beantworten.Replicator

Ich habe mich in den letzten Tagen im Internet eingelesen, um oberflächliche Kenntnisse zu sammeln und hatte mich schnell entschlossen, einen eigenen Blog zu starten. Jeder Blogeintrag ist ein Schritt näher zum fertig gedruckten Teil und dann zu immer komplexeren Baugruppen. Dabei  werde ich die Einträgen immer so kurz wie möglich halten, aber dennoch so informativ wie möglich.

Im nächsten Blogeintrag erkläre ich, welcher 3D-Drucker mein erster wird und begründe meine Kaufentscheidung.

Update: Der nächste Beitrag wird in zwei geteilt (Anforderungen an den 3D-Drucker, Kaufentscheidung).