Archiv des Autors: 3d-druck-ingenieur

3D Druck: Vom Hobby zum Beruf

2014 war ich nach dem Kauf meines ersten 3D Druckers dem 3D Druck verfallen. Ich habe viel Zeit in mein neues Hobby investiert, viel getüftelt, alles mögliche gedruckt, Teile selbst konstruiert und dann mit 3D gedruckten Prototypen weiter entwickelt. Einiges konnte ich im Blog festhalten, jedoch wurden die Beträge mit der Zeit immer weniger.

Anfang 2018 wurde mein Hobby zum Beruf indem ich die Chance ergriffen habe bei 3DPrint.lu mit einzusteigen. Dies ermöglichte es mir die ganze Vielfalt der 3D Druck Technologien zu nutzen und nicht mehr in den Grenzen der FDM Drucker zu arbeiten.


Wir arbeiten mit den verschiedenen 3D Druck Verfahren sei es SLS, MFJ, SLA, MJM oder SLM um es zu ermöglichen für jede Anwendung und Projekt eine Lösung zu finden. Vor dem eigentlichen 3D Druck bieten wir an, die Teile zu konstruieren, anzupassen oder für die entsprechende Anwendung und den 3D Druck zu optimieren.
Mit unserer 3D Scan Service können wir außerdem Objekte kopieren und gegebenenfalls anpassen (vergrößern, verkleinern, Änderungen vornehmen).
Bei der Produkt Entwicklung oder beim Design spielt der 3D Druck eine immer wichtigere Rolle, sein es um den Prozess du beschleunigen oder die Kosten zu senken. Wir können für Sie die ganze Produktentwicklung übernehmen oder bei einzelnen Teilschritten helfen wie zum Beispiel die Konstruktion, der Prototypenbau oder die Anpassungen für die Serie.

Weitere Information gibt es auf unserer Seite www.3dprint.lu

Welche (kostenlose) CAD Software nutzen? Meine Auswahl: OnShape!

Nach meinem Studium, während dessen ich Creo Parametric kostenlos nutzen konnte, musste ich mich nach einer Alternative umschauen. Da ich die CAD Software nicht für kommerzielle Zwecke, sondern nur für mein Hobby bzw. privat Gebrauch nutze, kam nur eine kostenlose CAD Software in Frage. Dass es kostenlos sein musste, schränkte die Suche aber nur bedingt ein. Eine kleine Übersicht auf Englisch an kostenlosen CAD Programmen ist bei all3dp.com zu finden (oder bei 3druck.com auf Deutsch).

Einen ersten Versuch startete ich mit freeCAD, weil mir der Opensource Gedanke gefiel und ich schnell starten wollte. Nach meinem ersten kleinen Test Objekt „Faucet aerator wrench (M24/M28)“ wurde mir aber schnell klar, dass ich mich vollständig wieder in diese Software einarbeiten müsste, weil meine Creo Parametric CAD Kenntnisse mir mit dieser Software fast nutzlos sind.

Schnell bin ich aber auf die Cloud Platform Onshape gestoßen: Alles läuft über eine Cloud, dies bedeutet es muss keine Software installiert werden und man kann Onshape mit jedem Betriebssystem ganz einfach über den Brower oder für Android (iOS) über die App nutzen. Für open-source, also öffentlich zugängliche Projekte ist die Platform kostenlos. Diese öffentlichen Projekte können von jedem kopiert und angepasst werden.

Creo bzw ProE Nutzer finden sich sehr schnell zurecht und die Tutorials Videos helfen sehr schnell weiter. Für Anfänger ist Onshape nur bedingt geeignet und man sollte vielleicht mit Thinkercad beginnen. Ich versuche meinen neuen Konstruktionen auf Thingiverse mit Onshape zu verlinken sodass diese schnell von jedem angepasst werden könne.

Probiert Onshape am besten selber aus!

‚Search and Rescue 3D Printing‘ Design Contest: Anforderungsliste

Sehr interessant für alle Hobby Konstrukteure unter uns ist der neue Wettbewerb von Shapeways und DJI. Kurz und knackig: Es soll ein Zubehör für den DJI Phontom 4 Quadrokopter konstruiert werden, welches bei der Suche und „Wasserrettung“ helfen soll, natürlich soll dieses von Shapeways 3d-druckbar sein. Der erste Preis bekommt natürlich eine DJI Phontom 4 Drone, sowie ein Shapeways Guthaben von 1000 Euro. Platz 2 bis 4 bekommen ein Guthaben von 500 Euro. Alle Infos zum Wettbewerb findet ihr hier.

Zweck der Konstruktion: Hilfe bei der Suche und Wasserrettung

Ich habe auch gleich meine eigene Anforderungsliste erstellt:

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Nützliches 3D-Drucken: Ersatzteil für den Geschirrspülerkorb

Ersatzteile aus dem 3D-Drucker werden immer beliebter und die Online-Bibliotheken mit konstruierten (kostenlosen) Teilen wachsen stätig an. Sollte einmal das gewünschte Ersatzteil nicht vorhanden sein oder nicht den Ansprüchen entsprechen, wird es einfach schnell selber modelliert.

Die Rollenhalter des Geschirrspülkorbes haben den Geist aufgegeben und die bei Yeggi gefunden Teile, haben leider die gleichen „Konstruktionsfehler“ wie die originalen Rollenhalter und sind für den 3D-Druck nicht optimiert. Nach ein paar Prototypen und Fehlerversuchen war ich schlussendlich zufrieden mit meiner Konstruktion:

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Wo findet man Teile zum 3D-Drucken?

Ganz einfach: Thingiverse.com 🙂

thingiverse

Immer wieder wird mir diese, auf den ersten Blick sehr einfache Frage gestellt: „Wo findet man Teile zum 3D-Drucken?“ Wenn mir diese Frage persönlich gestellt wird, nehme ich natürlich weiter aus und erkläre, dass es verschiedene Online-Bibliotheken für 3D-Modelle gibt, aber dass Thingiverse.com die größte und bekannteste Quelle ist.

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Jetzt habe ich mich doch für den Ultimaker 2+ entschieden (3. Drucker)

Ich habe mich lange mit meinem neuen Mankati Fullscale XT Plus auseinandergesetzt, vieles probiert, aber leider waren die Druckerfolge sehr bescheiden. Der Mankati ist keineswegs ein schlechter Drucker, jedoch dauerte das Einstellen und das „Rumprobieren“ einfach zu lange um ein gutes Druckergebnis zu bekommen (deutlich länger als beim CTC…) Ich habe 5 verschiedene Filamente probiert, 2 verschiedene Slicer und 100erte verschiedene Einstellungen aber die Ergebnisse waren schlechter als beim CTC…

Um nicht die Lust vollständig am 3D Drucken zu verlieren, hatte ich mich dazu entschlossen den Mankati zu verkaufen und mir einen Ultimaker 2+ zu holen.

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Der Ultimaker 2+ hat einen kleineren Druckraum (nicht abgeschlossen) und „nur“ einen Single Extruder, jedoch ist der Drucker einfach ein durchdachtes Produkt mit einer großen Community und unzähligen guten Reviews.

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Forum Community: wenn Hilfe beim 3D-Druck benötigt wird

Der Erfolg des (Hobby) 3D-Drucks  basiert größtenteils auf der großen Community, sei es die Open-Source Community der 3D-Drucker selbst, die Community der konstruierten Teile oder die sehr aktive Community aus den Foren.

Ich habe in letzter Zeit immer mehr Fragen über mein Kontaktformular erhalten: Fragen über die Einstellungen, Software, Filament und dem 3D-Drucker selbst. Ich versuche mein angesammeltes Halbwissen so gut wie möglich in den Blogeinträgen zusammenzufassen, sodass ich bei vielen Fragen nicht weiter helfen kann. Sollten allgemeine Fragen dabei sein, mit denen ich mit einem Blogeintrag antworten kann, so wird dies natürlich getan. Aber für spezifische Fragen und Probleme gibt es einen deutlich effektiveren Startpunkt: die 3D Druck Forum Community.

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Für welchen neuen (2.) 3D-Drucker habe ich mich entschieden?

Nachdem meine Anforderungen festgelegt waren, sollte die Internetsuche nach meinem neuen (2.) 3D-Drucker beginnen. Natürlich war ich auch schon vorher in Foren und 3D-Drucker online Shops unterwegs um mich über die aktuellen 3D-Drucker zu informieren.

Wie auch schon vor dem CTC kauf, war der Ultimaker 2 immer mein Wunsch 3D Drucker. Er erfüllt alle Anforderungen bei weitem, jedoch hat sich über die Zeit weder der Preis noch die Verfügbarkeit merklich verbessert. Dazu war der Ultimaker 2 zu dem Zeitpunkt nicht mehr der neuste auf dem Markt (Der Ultimaker 2+ war noch nicht vorgestellt worden). Neben dem Ultimaker 2 liebäugelte ich auch mit dem LulzBot TAZ 5, aufgrund sehr guter Tests und ansprechender Firmenphilosophie. Dieser konnte ich aber schnell von der Liste streichen, weil Lulzbot leider den europäischen Markt noch nicht richtig wahrgenommen hat und noch keinen Verkaufspartner in der Nähe hat.

Überdies habe ich einige 3D-Drucker-Hersteller und Shops angeschrieben um ein Leihgerät zu Verfügung gestellt zu bekommen. Leider gibt es zu viele Anfragen und man ist als keiner Blogger unter vielen nicht interessant genug um ein Leihgerät zu ergattern. Zum Glück habe ich aber von  Fabberworld.com einen Tipp bekommen mir den Mankati Fullscale XT Plus näher anzuschauen.

 

Mankati-Fullscale-XT-Plus

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Welche Anforderungen soll mein zweiter 3D-Drucker erfüllen?

Wie bereits im letzten Beitrag angedeutet habe ich mich entschieden einen neuen 3D-Drucker zu kaufen. Ich möchte gerne produktiver arbeiten, die Zeit in die Konstruktion / Druck von Teilen investieren und nicht in den Upgrade des 3D-Druckers.

Im Gegensatz zu meinem ersten 3D-Drucker Kauf haben sich die Anforderung leicht geändert:

  • Preis 1500-2500 Euro: Diese Preisspanne hat sich während der Suche ergeben, in diesem Segment sollte sich ein vernünftiger 3D-Drucker finden lassen. Der Preis eines 3D-Druckers für den Privatgebrauch (Hobby) sollte meiner Meinung nach auch nicht höher liegen.
  • Druck von verschiedenen Materialen: Der Drucker sollte mit den gängigen Filamenten umgehen können, wobei mir momentan am wichtigsten die gute Kühlung von PLA wichtig ist. ABS sollte aber auch wegen der höheren Temperaturbeständigkeit druckbar sein.
  • Community: Eine große Community ist immer wichtig, wenn man auf Probleme stößt und man schnell Hilfe in Foren finden kann. Jedoch bin ich auf der Suche nach einem Drucker der ohne Umbauten optimal läuft und nicht mit Hilfe der Community umgebaut werden muss.
  • Verfügbarkeit in Europa: In unserer globalisierten Zeit muss man noch immer feststellen, dass nicht alles in Europa erhältlich ist, der Drucker sollte jedoch ohne zu große Umwege in Europa verfügbar sein.
  • Größerer Bauraum: Der Bauraum sollte größer als der vom CTC sein (225x145x150mm), um auch größere Modelle und Teile in einem Stück drucken zu können.
  • Druckqualität: Ganz wichtig sind mir die Druckqualität und die Zuverlässigkeit, ohne den Drucker umbauen oder upgraden zu müssen. Ich bin mir bewusst, dass die 3D Drucker in diesem Preissegment keine „Plug und Play“ Drucker sind, jedoch erwarte ich einen stabilen Aufbau und qualitativ hochwertig verbaute Teile als Basis für einen guten Druck.

Im nächsten Beitrag werde ich dann meine Kaufentscheidung begründen.

War und ist der CTC 3D-Drucker die richtige Kaufentscheidung?

Kurz und knackig würde ich mit Ja und Nein antworten.

Der CTC bleibt meiner Meinung nach immer noch Preis/Leistung Sieger, aber nur für das niedrige Preissegment und wenn man sich bewusst ist, dass der Drucker viel Liebe braucht. Zudem wurde der Cousin vom CTC, der FlashForge Creator von 3D HUBS in den „best 3d printer guide 2016“ aufgenommen.

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Hier eine kurze Übersicht meiner Einschätzung des CTC Druckers:

+ Sehr preisgünstig (jetzt bei Ebay +/- 400 Euro)

+ Große Community

+/- Es können mit viel Zeitaufwand gute Ergebnisse erzielt werden

Sehr zeitaufwendig

Geringe Druckgeschwindigkeit

Qualitätsprobleme

Kleiner Druckraum

Lebensdauer?

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