bq Witbox: Wie den großen Druckraum ausnutzen? Teil 1/3

Neben dem geschlossen Druckraum ist ein weiterer Vorteil der Witbox der große Druckraum. Mit einer Größe von 210x300x200 mm (LxBxH) ist der Bauraum deutlich größer als der Bauraum vom CTC 3D-Drucker (150x225x150 mm).

Welche Vorteile hat der große Druckraum?

Ganz einfach: es ist möglich größere Teile in einem Stück zu drucken. Liegt die Größe des Bauteiles in den Grenzen des Bauraumes so kann es in einem Druck gedruckt werden und es sind keine Verbindungen zwischen mehreren Bauteilen nötig.

Die meisten Teile aus den online Bibliotheken wie Thingiverse.com sind jedoch für kleine Bauräume angepasst. Der große Bauraum macht sich also nur bei großen Eigenkonstruktionen und großen Architekturmodell bezahlt.

Große Eigenkonstruktion:

Halterung

Um den großen Druckraum zu testen habe ich eine Smartphone Halterung für mein Bett konstruiert. Die Halterung passt genau auf das Ikea MALM Bettgestell und ist für jedes Smartphone oder Handy geeignet. Zudem ist für eine Aussparung für ein Emmi CAFFÈ LATTE vorgesehen oder die Aussparung dient als Gewichtsreduktion.

Halterung auf Thingiverse.com: Bedside Smartphone (and Cup) Holder

Das Bauteil wurde von der Witbox sehr sauber gedruckt, durch das „Wraping“ ist das Bauteil jedoch leicht verzogen.

Welche Nachteile hat der große Druckraum?

Aufgrund des größeren Druckraumes sind die Führungen des Extruders entsprechend länger, dies kann dazu führen, dass die Präzision leidet und daraus resultiert (meiner Meinung nach) die geringe Druckgeschwindigkeit die von bq vorgegeben wird.

Ab einer gewissen Bauteilgröße (unteren Bauteilfläche) kann „wraping“ nicht mehr vermieden werden. Obwohl die Haftung auf dem Druckbett mit dem Blue Tape sehr gut ist, löst sich das Bauteil aufgrund der Eigenspannungen im Bauteil.

Im 2. Teil werde ich auf den Vorteil eingehen mehrere Bauteile in einem Druck zu drucken.