bq Witbox: Erste Erfahrungen

Der spanische Multimediahersteller bq hat mir angeboten dessen 3D-Drucker Witbox zu testen und gegeben falls für 3D-Druck Projekte zu nutzen. Dabei werde ich meine Erfahrungen aus der Sicht eines 3D-Druck Anfängers beschreiben und probiere nicht in das Standard Schema von „Unboxing“ oder „Tech Review“ Beiträgen zu fallen.

Bei der Annahme des Paketes ist mir sofort das Gewicht aufgefallen, der Drucker wiegt stolze 28 kg und ist nur schwer alleine zu transportieren. Die Verarbeitung des 3D-Druckers scheint auf den ersten Blick sehr gut zu sein und der große geschlossene Druckraum (doppelte Größe der Druckplatte des CTC Druckers) fällt sofort auf.

Nachdem ich das Gerät angeschaltet habe kommt leider die erste Ernüchterung; das Gerät, genauer gesagt die beiden Gehäuselüfter sind sehr laut.

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Lautstärke ist subjektiv, wenn das Arbeiten im gleichen Zimmer fast nicht mehr möglich ist, dann ist das Gerät für mich persönlich jedoch zu laut. (Aufgrund der Lautstärke steht die Witbox jetzt im Keller) Dazu kommt diese blaue fast UV-artige Beleuchtung, sogar auf dem Foto wird deutlich wie störend dieses Licht ist.

Im Lieferumfang ist fast* alles enthalten, sodass kein zusätzliches Werkzeug benötigt wird. Nachdem ich den 3D-Drucker genau nach Anleitung aufgestellt und kalibriert habe, konnte der erste 3D-Druck von der mitgelieferten SD-Karte gestartet werden. Leider wollten die Teile nicht auf der Druckplatte aus Glas haften. Das Problem konnte auch nicht durch Verringerung des Abstandes zwischen Extruder und Plattform (wie es in der Anleitung steht) behoben werden. Erst nachdem ich die Druckerplatte mit Blue Tape* beklebt hatte, hafteten die Teile wie gewollt. Aufgrund der herausnehmbaren Druckerplatte ist das genaue Bekleben sehr einfach.

Dann folgte das nächste Problem, die Drucke waren nicht sauber und es entstanden Lücken zwischen den einzelnen Schichten. Nach mehreren Versuchen (immer mit den vorgegebenen Einstellungen), konnte ich das Problem erst mit einem Filamentwechsel beheben.

2015-06-09 19.52.48Das verwendete Filament wurde bei dem CTC Drucker mit 190°C benutzt und bei der Witbox konnte erst ab 220°C ordentlich gedruckt werden. (Im Nachhinein bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass die vorgeschriebenen 220°C Drucktemperatur bei dem mitgelieferten Filament (in grün) zu wenig ist, bzw. der Temperatursensor eine zu hohe Temperatur anzeigt)

Erst nach (zu)vielen Anpassungen konnte die Witbox erste Ergebnisse liefern, leider konnte die Hoffnung nicht erfüllt werden, dass der Start bei 3D Druckern im höheren Preissegment (1690 €) leichter ist. In den nächsten Beiträgen versuche ich erste Projekte mit der Witbox umzusetzen und werde dabei weiter auf die Vorteile, sowie Nachteile der Witbox eingehen um schlussendlich ein Fazit ziehen zu können.