Teil 1: 3D-Druck ist ein sehr, sehr zeitaufwendiges Hobby

Man könnte argumentieren dass jedes Hobby zeitaufwendig ist, jedoch möchte ich hier noch einmal unterstreichen warum es so zeitaufwendig ist (Teil 1) und wie man den Zeitaufwand etwas eingrenzen kann (Teil 2).

Warum ist der 3D-Druck so zeitaufwendig?

Bevor ich mir überlegt hatte einen 3D-Drucker anzuschaffen, war mir bewusst dass der Druckvorgang seine Zeit braucht, jedoch war mir nicht bewusst dass alle Arbeiten vor und nach dem Druckvorgang gleichermaßen zeitaufwendig sind.

Bevor man drucken kann muss man die Druckfläche vorbereitet werden (Klebeband ausbessern, Fläche säubern). Dann muss die Druckplatte kalibriert werden. Die Druckplatte sowie der Extruder müssen vorheizen. Die Stl-Datei muss geladen und platziert werden. Die Druckparameter müssen eingestellt und angepasst werden. Dann muss der Slicer den Druck vorbereiten und die G-Code generieren.

Anschließend folgt erst der eigentliche Druckvorgang, jedoch können während dem Druck Probleme auftreten, sodass der Druck abgebrochen und neugestartet werden muss. Die Probleme und richtigen Lösungen müssen gefunden werden (Parameter ändern, Modell anpassen, Filament Wechsel, Kalibrierung). Dieser Vorgang wiederholt sich dann so lange bis der Druck das gewünschte Ergebnis liefert. Dies kann Minuten oder Stunden dauern und der Erfolg ist nicht immer garantiert.

2015-04-14 22.06.00

 

Schlussendlich muss der Druck von der Druckplatte gelöst und nach bearbeitet werden (Support, Raft abtrennen, etc…). Einige Arbeitsschritte entfallen natürlich wenn der Drucker einmal optimal eingestellt ist. Bei einer Änderung, wie Filamentwechsel oder Modellwechsel muss aber wieder alles entsprechend angepasst werden.

Bei dieser Zusammenfassung wird die Konstruktion der Teile nicht mit berücksichtigt. Wobei diese neben dem 3D-Druck zudem sehr zeitaufwendig sein kann.