Bei PLA doch eine Kühlung notwendig?

Nachdem ich mich die ersten Tage oberflächlich damit beschäftigt hatte mit welchem Druckmaterial (ABS oder PLA) ich anfangen sollte, hatte ich mich schnell für PLA entschieden. Der erste Grund war das Warping, dem Verzug des 3D-Drucks, dieser ist bei PLA wesentlich geringer als bei ABS. Deswegen schlussfolgerte ich dass PLA leichter zu drucken sei. (Weitere Details über das Wraping sind in diesem Beitrag zu finden) Zudem ist PLA ein Biopolymer, der aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird und mit diesem zweiten Grund war meine Entscheidung für PLA gefallen.

Nachdem der Testdruck (sehr) erfolgreich war, wurde ich schnell übermütig und das zweite Druckobjekt war wieder ein Beispielobjekt aus ReplicatorG „3D_Knot“:

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Die Seiten habe sich hoch gebogen und der Druck musste abgebrochen werde. Bei dem Schneeman von Thingiverse trat das gleiche Problem auf dass sich die letze Schicht nach oben biegt:

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Dazu kam das Problem dass kein Filament nachgezogen wurde. (Wird in einem weiteren Betrag gelöst)

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Nach mehreren fehlgeschlagenen Drucken, habe ich die Geschwindigkeit sowie die Wanddicke variiert, jedoch verschlimmerten dickere Wände den Effekt, somit war klar dass das Problem bei der Kühlung lag. Mit geöffnetem Fenster oder einem Tischventilator war das Problem gelöst und der Schneeman konnte (fast) perfekt gedruckt werden.

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Dies wird auch in mehreren Beiträgen bestätigt dass beim Druck von PLA eine Kühlung notwendig ist:

Zudem findet man auch in Foren und  Thingiverse weitere Anleitungen um den Extruderkopf mit einem Lüfter auszubauen und ich werde dies dann auch im weiteren Schritt machen müssen um nicht immer mit Tischventilator arbeiten zu müssen.

Im nächsten Beitrag drucke ich das Logo von „3D-Druck-Ingenieur.org